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Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit - Jan Metzler absolviert Praktikum im Berufsbildungswerk Worms

Ärmel hochkrempeln, anpacken, hobeln, sägen, feilen, schleifen – das volle Programm hat der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler mitgemacht im Rahmen eines kleinen Praktikums bei den Tischlern im DRK-Berufsbildungswerk (BBW). Obwohl der nicht alltägliche Praktikant erst in der Nacht zuvor mit dem letzten Flieger nach einer langen Sitzung aus Berlin in seinen Wahlkreis zurückgekehrt war, stand er pünktlich zum Arbeitsbeginn auf der Matte. Schon mehrfach hat Metzler das BBW besucht. „Das DRK-Berufsbildungswerk hat eine wichtige Scharnierfunktion“, sagte er. „Es sorgt dafür, dass Jugendliche neben den handwerklichen Fähigkeiten auch viele andere Fähigkeiten erlernen, die ihnen Selbstvertrauen geben, im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“. Unter dem Motto „Wir ändern Lebensläufe“ werden im BBW Jugendliche in verschiedenen Berufen fit gemacht für den Arbeitsmarkt.

 

Sehr beeindruckt war Metzler von den Gesellenstücken, die im Nebenraum ausgestellt waren. „Daran kann man sehen, was hier alles geleistet wird“, fasste der Abgeordnete zusammen. Zu den Tischlern hatte Metzler einen besonderen, gewissermaßen familiären, Bezug: „Mein Opa war Schreiner“, sagte Metzler.

 

Timo Hibinger, Tischler-Auszubildender im zweiten Lehrjahr, gab ihm Tipps. Ausbilderin Anke Schiefelbein koordinierte die Tätigkeiten der mehr als zehn Auszubildenden dieser Fachrichtung im BBW. Beide waren übrigens, ebenso wie Metzlers andere Tischler-Kollegen, zufrieden mit der handwerklichen Arbeit des Abgeordneten. Der zeigte, dass er als gelernter Winzer auch ein Mann der Praxis ist. „Während meiner Sommertour besuche ich viele Betriebe“, beschrieb Metzler, der schon bei verschiedenen Praktika dieser Art bewiesen hat, dass er sich nicht scheut, die Hände schmutzig zu machen – wobei er diesmal ziemlich glimpflich davon kam: Es galt, einen Handyhalter herzustellen. Bald war abzusehen war, dass ihm dieses Werkstück gelingen würde. „Du liegst gut im Zeitplan!“, lobte Hibinger – und ganz wie unter Kollegen ging das Team mit Metzler bald darauf in die Frühstückspause. „Ich bin beeindruckt von der familiären Atmosphäre hier“, sagte Metzler.

 

Während der Pause erhielt Metzler Hintergrundinfos von Sozialarbeiterin Margarete Seifert, Fachbereichsleiter Lutz Schöne und dem Ausbilder Klaus Kellermann. Vor allem der gestiegene Dokumentationsaufwand in den letzten Jahren macht dem BBW demnach zu schaffen. „Man muss aufpassen, dass dies nicht zulasten der pädagogischen Arbeit geht“, lautete ein Fazit von Kellermann, Lutz und Seifert. Auch mit dem Leiter des DRK-Berufsbildungswerks, Jürgen Wonn, der Metzler durchs Haus führte, hatte der Abgeordnete ein ausführliches Gespräch.