Berlin/Worms. Gute Nachrichten aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für das Wormser Wahrzeichen: Die Liebfrauenkirche wird mit 369.200 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes gefördert. Damit erhält Worms als eines von insgesamt nur 144 Projekten bundesweit Geld aus dem vielfach überzeichneten Fördertopf von 35 Millionen Euro.
Die bundesseitige Unterstützung trägt einen erheblichen Teil zur Rettung des historischen Chorumgangs bei. Ein Meilenstein für das kulturelle Erbe der Stadt. Für den Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU) ist dies nicht nur der Beweis dafür, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt, sondern eine echte Herzensangelegenheit für seine Geburtsstadt.
„Wenn ich an der Liebfrauenkirche vorbeifahre, sehe ich weit mehr als nur alte Steine. Ich sehe ein Stück Wormser Identität, das wir nachfolgende Generationen bewahren müssen“, betont Metzler sichtlich erfreut. „Dass es uns gelungen ist, diesen stattlichen Betrag nach Worms zu holen, ist ein riesiger Gewinn für den Denkmalschutz und ein klares Bekenntnis des Bundes zu unserer historisch bedeutsamen Region.“
Die Liebfrauenkirche ist weltweit bekannt, nicht zuletzt durch den Wein, der in ihrem Schatten wächst. Sie ist die einzige noch erhaltene spätgotische Stiftskirche zwischen Straßburg und Frankfurt, ein Aushängeschild für Worms.
Die Förderung fließt in ein Mammutprojekt, das handwerkliches Können und historische Expertise vereint. Im Fokus steht dabei vor allem der Chorumgang. Hier hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Geplant ist die Restaurierung zerfallener Bauteile, die Sanierung der Holzelemente sowie die Ergänzung verlorener Konstruktionsteile. Außerdem wird neben der Instandsetzung der Putz- und Naturwerksteinflächen im Osten und Süden auch die kunstvolle Verglasung der Chorumgangsfenster aufwendig restauriert. So wird nicht nur die Substanz gestärkt, auch die Optik der Kirche wird profitieren.
„Die Liebfrauenkirche hat Kriege und Säkularisation überstanden. Die Unterstützung aus Berlin trägt massiv zum weiteren Erhalt dieses Kulturdenkmals bei. Ein Erfolg wie dieser ist das Ergebnis einer großartigen Gemeinschaftsleistung: Mein herzlicher Dank gilt allen Akteuren vor Ort, die mit ihrer Vorarbeit und ihrem jahrelangen Einsatz den Grundstein für diese Förderung gelegt haben. Ich freue mich riesig darauf, wenn die Arbeiten starten.“
