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„Es muss kurzfristig eine Behelfsampel her“

 Schon wieder ein Unfall auf der B9. Diesmal bei Guntersblum. Metzler, Bläsius-Wirth und Knappek sind sich einig: „Es muss kurzfristig eine Behelfsampel her.“

 

Wieder ein Verkehrsunfall. Wieder die B9. Diesmal bei Guntersblum. Für Jan Metzler, die Guntersblumer Ortsbürgermeisterin Claudia Bläsius-Wirth und die Landtagskandidatin Lena Knappek eine unhaltbare Situation. Darum fordern sie nichts weniger als eine Behelfsampel.

 

Am Freitagmorgen hat es mal wieder auf der B9 gekracht, diesmal bei Guntersblum. Ein Glück, dass der Unfall am Ende vergleichsweise glimpflich ausging. Für Jan Metzler, Claudia Bläsius-Wirth und Lena Knappek dennoch Grund genug, nun eindringlich eine Behelfsampel an dieser Unfallhäufungsstelle zu fordern. „Wie viele Unfälle sollen es denn noch werden, bis das Land hier endlich reagiert?“, bringt die Guntersblumer Ortsbürgermeisterin die Lage auf den Punkt.

 

Metzler hat sich nun umgehend an den LBM in Worms gewandt, um zu erfahren, wie schnell sich eine behelfsweise Ampellösung hier realisieren ließe. Für ihn ist aber klar: „Die Behelfsampel darf nicht der Türöffner für eine finale Ampellösung sein. Auch für mich ist die Debatte um einen Kreisverkehr an der B9 bei Guntersblum noch nicht abgeschlossen.“ 

Seit Monaten kämpfe die Ortsgemeinde hier für eine Kreisverkehrslösung an der B9. Metzler unterstützt dieses Unterfangen und hatte sich im Sommer an das Bundesverkehrsministerium gewandt, schließlich handele es sich um eine Bundesstraße. Die Antwort von dort ließ Metzler auf ein Einlenken der Behörden in Rheinland-Pfalz hoffen, denn das Bundesministerium schrieb ihm, dass die Wahl der Knotenpunktsausbildung immer auf die jeweilige örtliche Situation abzustimmen sei. Grundsätzlich sei die für die Planung zuständige rheinland-pfälzische Straßenbauverwaltung an Vorgaben zu Wirtschaftlichkeitsaspekten oder zu planungstechnischen Aspekten gebunden. Gegebenenfalls könne die Straßenbauverwaltung prüfen, ob es geeignete gleichwertige Alternativen gäbe.

 

Die Landesregierung spricht sich allerdings weiter für eine Ampel aus, wie zwischenzeitlich auch die Beantwortung einer Anfrage im Landtag von MdL Thomas Barth, als auch des Schreibens von Landrätin Dorothea Schäfer an Verkehrsminister Wissing dokumentieren und den mittlerweile dicken Vorgangsordner von Ortsbürgermeisterin Bläsius-Wirth weiter füllen. „Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Man hat uns bis heute die blanken Zahlen, dass eine Ampel wirtschaftlicher sei als ein Kreisverkehr, nicht transparent gemacht. Wir bleiben hier dran“, zeigt sich die Ortschefin kämpferisch. 

Und auch Landtagskandidatin Lena Knappek pflichtet ihr bei: „Es kann nicht sein, dass hier der Gemeinde- und der Bürgerwille einfach vom Tisch gewischt werden.“

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Otto Seif (Montag, 26 Oktober 2020 15:56)

    Kreuzung Eich/Mettenheim, Zufahrt Alsheim B9
    Zufahrt B9/Gimbsheim

  • #2

    Tim Eberhard (Montag, 26 Oktober 2020 16:52)

    Aus meiner Sicht sind Ampeln Verkehrspolitik aus der Vergangenheit. Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder 30 km/h kombiniert mit Blitzeranlagen lässt den Verkehr weiterhin fließen und reduziert den CO2 Ausstoß ggü. Ampeln. Die neue Ampelanlage bei Gimbsheim ist ein Rückschritt. Bei 30 oder 40 km/h kommt es selten zu schweren Unfällen.